Panorama erstellen

Viele Hobby-Fotografen tun sich schwer ein sehenswertes Foto-Panorama zu erstellen. Dabei bieten Kameraausstattung oder die passende Fotosoftware in wenigen Schritten die Möglichkeit zum perfekten Panorama für Fotoleinwände, die eigene Homepage oder andere Gelegenheiten.

Panoramafotografie ist sicherlich eine der am komplexesten Kameratechniken und deswegen auch nicht ganz leicht zu erlernen. Bis ein Fotograf soweit ist, dass er ein selbstgeschossenes Panorama auf eine Fotoleinwand bannen kann, benötigt er deswegen vor allem viel Übung. Der Schwierigkeitsgrad variiert auch je nach Motiv: Eine Landschaft ist wesentlich leichter zu fotografieren als ein Gebäude, was dran liegt, dass scharfe Linien einen saubere Panoramaaufnahme erschweren. Doch mit unseren Tipps gelingt auch Ihnen kinderleicht das perfekte Panorama.

Möglichkeiten der Panoramaerstellung

Ich bin ein Freund von Panoramabildern, besonders wenn es darum geht diese auf Leinwände, Acrylglasbilder oder andere Fotoformate zu drucken. Panoramabilder wirken meines Erachtens nach edler und „leichter“ an der Wand. Sie haben nicht diese bullige Wirkung wie es die 3:2 oder 4:3 Formate haben. Besonders wenn es um Großformate geht. Ein 150x50cm Panoramadruck ist perfekt für viele Wände, während das 150x100cm schon ein riesiger Brocken ist, den viele unterschätzen.

Wir haben im Prinzip drei Möglichkeiten ein Panorama zu erstellen. Alle sind nicht sehr aufwändig und können leicht durchgeführt werden.

Vorher aber ein paar kurze und vielleicht nützliche Tipps. Wer diese überspringen möchte, der kann in der Aufzählung oben direkt zu den einzelnen Möglichkeiten springen.

Was wird für Panoramafotografie benötigt?

Für Panoramafotos sind grundsätzlich eine Kamera und eine Software notwendig, die ein Panoramabild erstellen kann. Inzwischen befindet sich in vielen Digitalkameras oder auch Smartphones ein spezieller Modus, der die Aufnahme von Panoramafotos erlaubt. Allerdings bleiben diese Aufnahmen weit hinter professionelleren Methoden zurück. Wesentlich besser gelingen die Fotos, wenn auf diesen Aufnahmemodus verzichtet wird und dafür eine Software verwendet wird, die die Ränder der einzelnen Bilder erkennt und zusammenfügen kann, was auch als Stitching bezeichnet wird.

Stativ für Panoramas nutzen

Stativ für Panoramas nutzen

Damit das Programm keine Probleme hat, zusammenhängende Einzelbilder zu erkennen, ist außerdem ein Stativ vorteilhaft. Grundsätzlich werden keine besonderen Objektive oder Kameras benötigt. Bei weiterer Beschäftigung mit der Thematik sind Weitwinkel-/Superweitwinkel- oder sogar Fisheye-Objektive jedoch sehr hilfreich, da diese von Haus aus mehr Bildweite ermöglichen.

Für Anfänger sind Objektive mit festen Brennweiten empfehlenswert, da sie nicht aus Versehen verstellt werden können und die Informationen hilfreich sind, um später mit der Bildbearbeitungssoftware zu arbeiten. Ein Nodalpunktadapter muss erst dann erworben werden, wenn klar ist, dass der Fotograf auch Kugel- oder HDR-Panoramen erstellen möchte und das bisher erworbene Equipment nicht mehr ausreicht.

Welche Fotos eignen sich für ein Panorama?

Ein Panorama sollte etwas her machen und als Einsatzgebiet eignen sich vor allem Natur- und Landschaftsaufnahmen. Aber auch die Skyline von Städten oder sogar spezieller Architektur ist denkbar. Nutzen Sie weite Blickwinkel für Ihre Panoramen. Zum Beispiel von Bergen, hohen Gebäuden etc. Sie können bei idealen Bedingungen 360°-Panoramas erstellen.

Mein Tipp: Fotos hochkant aufnehmen statt quer! Ich verwende immer 4-5 Hochkantfotos für meine Panoramen, da so das Bild nicht zu schmal wird und viel Inhalt auf das Foto kommt.

Worauf Sie bei der Erstellung achten sollten

Vor allem im Vorfeld sollte darauf geachtet werden, dass zwischen den einzelnen Fotos genügend Überlappung mit beachtet wird, da es den Programmen so erleichtert wird, ein optimales Ergebnis zu generieren. Planen Sie etwa 15-30% Überlappung ein. Das manuelle Feintuning kann so auf ein Minimum reduziert werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass beispielsweise Spaziergänger oder Autos, also alle sich bewegenden Objekte, nicht mit auf das Motiv kommen. Bewegende Objekte an den Bildrändern erzeugen bei der Herstellung des Panoramafotos, Anschlussfehler.

Panaroma - Überlappungsbereich der Bilder

Panaroma – Überlappungsbereich der Bilder

Welche Software ist notwendig?

Für Panorama-Software ist ein Computer notwendig, dessen Technik nicht völlig veraltet sein sollte, damit er die teils erhebliche Rechenleistung stabil und zügig leisten kann. Für den Beginn reichen Freeware-Programme, welche ich hier gleich vorstellen möchte, vollkommen aus, um in die Panoramafotografie hinein zu schnuppern. Sie sind in der Lage, die Bilder automatisch zusammenzufügen, wenn sie Informationen über das Objektiv erhalten und erlauben zugleich die manuelle Nachbearbeitung.

Auch wenn dies sehr zeitsparend ist, eignet sich fast jedes andere Bildbearbeitungsprogramm für das Erstellen von Panoramabildern ebenfalls. So verfügt Googles Picasa beispielsweise nicht über eine gesonderte Panoramafunktion, die Collage-Funktion ist jedoch ebenfalls zweckdienlich. Auch Photoshop sei als Standardprogramm vieler Photographen erwähnt. Seine Nutzer freuen sich über das Photomerge-Feature, die eine Panoramafunktion recht gut ersetzt. Aber wie viele Hobbyfotografen können und möchten sich ein 900 Euro Programm schon leisten?!

Die ersten Versuche mit Kamera und Software

Einfach und sinnvoll bei der Panoramafotografie ist es, mit einer Landschaft zu beginnen. Hier ist noch nicht einmal ein Stativ notwendig. Es reicht in der Regel, die Kamera um die eigene Achse zu drehen (nicht die Kamera um die Achse des Fotografen). Nach der ersten Aufnahme sollte der Autofocus der Kamera immer deaktiviert sein, da nur so die gleich Bildtiefe auf allen Einzelaufnahmen erreicht werden kann. Bei Landschaftsaufnahmen gelingen aber in der Regel auch Fotos mit Autofocus ohne Probleme.

Beispiel Panorama - Architektur - Angkor Wat

Beispiel Panorama – Architektur – Angkor Wat

Außerdem sollte bei jedem Bild die gleiche Blende und Belichtungszeit verwendet werden. Die Belichtungszeit hängt dabei auch davon ab, ob ein Stativ verwendet wird oder nicht. Nutzt der Fotograf nur seine Hand, sollte die Belichtungszeit unverwackelte Fotos erlauben. Die Blende hängt vor allem vom verwendeten Objektiv ab, sollte jedoch möglichst klein gewählt werden, damit die Fotos scharf genug sind. Außerdem kann es nicht schaden, besser ein Bild zu viel als zu wenig zu schießen.

Die Nachbearbeitung am PC ermöglicht es problemlos, Bilder zurechtzuschneiden, verzeiht jedoch keine fehlenden Teile. Nach der Übertragung der Fotos geht es an die Bildauswahl und kleinere Korrekturen. Kostenlos und einfach zu bedienen ist dabei Picasa. Ich mag das Programm einfach. Nun können die Bilder aneinandergefügt werden, wobei eine Nutzung der unterschiedlichen Ebenen im Programm ermöglichen, die Einzelbilder noch einmal nachzubearbeiten. Unterschiede in der Belichtung, Kontraste, Schärfe oder Farben der einzelnen Bilder können am besten durch eine Verlaufsmaske korrigiert werden. Es folgt das Zusammenfügen der Bilder zum Panoramabild. Weiteres siehe im Abschnitt 2. Panorama mit Software erstellen



Genug der Theorie, kommen wir zu den Möglichkeiten der Panorama-Erstellung.

1. Panoramafunktion der Kamera nutzen

Ich mache mir es vielleicht etwas zu einfach, wenn ich sage, schauen Sie in die Kameraeinstellung und wählen Sie die Funktion „Panorama“ aus. Aber das tue ich doch gerne. Warum auch nicht? Schließlich ist diese Funktion genau zu diesem Zweck integriert worden.

Wer sich also nicht sicher ist, ob die eigene Digitalkamera oder Spiegelreflexkamera eine Panoramafunktion besitzt, der muss sich die Bedienungsanleitung durchlesen oder benutzt google und sucht nach „Kameratyp + Panoramafunktion“ und sollte ein entsprechendes Ergebnis erhalten. Mit dieser Funktion lassen sich oft gute, aber nicht unbedingt sehr gute Ergebnisse erzielen. Das hängt ein bisschen von der Kamera und den Lichtverhältnissen ab.

Panoramafunktion in Digicam

Panoramafunktion in Digicam

Die Erstellung ist anschließend sehr simpel. Den Auslöser der Kamera drücken und die Kamera langsam in die vorgewählte Richtung schwenken. Manchmal bedarf es ein wenig Übung, um nicht zu schnell und zu langsam zu Schwenken. Fertig ist das Panorama. Leider ist die Auflösung des Bildes oft nicht so gut, wie bei einzelnen Bilder. Eventuell weist das Panorama sogar schlieren auf. Hier heißt es ausprobieren und eventuell einzelne Fotos zu einem Panorama zusammenzufügen.

Allen ohne diese Funktion gebe ich gerne ein paar Tipps, wie ein tolles Panorama mit kostenloser Software erstellt werden kann.

2. Panorama erstellen mit Freeware

Voraussetzung für die Erstellung eines Panoramas aus einzelnen Bildern ist eine geeignete Software. Für den Großteil der Hobbyfotografen kommen da nur kostenlose Programme in Frage. Ich möchte ein paar geeignete Programme vorstellen. Welche Möglichkeiten an sogenannten Freeware-Programmen gibt es?

Microsoft Research Image Composite Editor

Microsoft Image Composite Editor

Startbildschirm – Microsoft Image Composite Editor

Zunächst einmal haben Sie die Möglichkeit mit Hilfe nativer Programme Panorama-Fotos zu erstellen. Als Windows-Nutzer empfiehlt es sich, die von Microsoft Research herausgegebene Panorama-Software Image Composite Editor zu nutzen. Diese wird Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Software ist zwar auf Englisch, aber recht einfach zu benutzen und fast selbsterklärend.

Die Software erstellt ein hochauflösendes Panorama-Foto mittels aneinander überlappenden Aufnahmen, welche Sie per Drag & Drop, in das Software-Programm ziehen. Einzige Bedingung, die seitens der optimalen Qualität zu beachten ist, ist die Berücksichtigung der immer gleichbleibenden Kameraposition. Reihenfolge, unterschiedliche Brennweiten und Zoom dagegen, werden automatisch vom Programm korrigiert.

Schritt 1: Fotos aus auswählen und importieren

Wie erwähnt ist die Nutzung des Programms sehr simpel, trotz englischer Sprache. Der Startbildschirm erlaubt es unsere Bilder direkt aus dem Explorer in das Programmfenster zu ziehen. Wir markieren unsere 4-5 Fotos, welche wir zum Panorama zusammenfügen wollen, und ziehen sie mit gedrückter Maustaste in das Feld „Drop a set of panorama image files here“. Alternativ sind die Bilder über „File -> New Panorama“ auszuwählen. Dort einfach mehrere Bilder mit gehaltener „STRG“-Taste markieren und auf öffnen klicken.

Schritt 2: Verarbeitung der Bilder

Der Editor ist eine kleine Wunderwaffe und verarbeitet die ausgewählten Bilder sofort zum Panorama. Das erstellte Bild wird angezeigt und kann nun mit dem Auswahlrechteck bearbeitet werden. Dazu müssen die Ecken so gezogen werden, dass innerhalb des Rechtecks das Bild liegt, welches anschließend gespeichert werden soll. Der restliche Teil des Bildes wird abgeschnitten. Wer dies nicht tut, der erhält unschöne graue Flächen im Panorama.

Einfacher geht es mit der integrierten Funktion „Automatic crop“. Diese wählt automatisch die maximale Panoramafläche aus.

Auswahl-Panorama mit Microsoft Image Composite Editor

Auswahl-Panorama mit Microsoft Image Composite Editor

Schritt 3: Qualität, Größe und speichern des Panoramafotos

Da wir nun die Bildfläche ausgewählt haben, kann das Foto abgespeichert werden. Ich nutze dazu unter „Quality“ 100% für die beste Qualität. Mit 80% geht dies aber auch, ein Verlust ist kaum zu erkennen und die Bilddatei wird kleiner.

Mit „Width“ (Weite) und Height (Höhe) kann die Ausgabegröße des Bildes festgelegt werden. Für ein Panorama auf Fotoleinwand darf gerne die komplette Weite genutzt werden. Für die Verwendung in Fotobüchern oder im Internet kann die Größe entsprechend angepasst werden. Dazu im Feld vor „pixels“ den entsprechenden Wert eingeben. Eine Weite von 1600 Pixel ist in der Regel ausreichend für das Internet.

Zur Ausgabe des Bildes auf „Export to disk…“ klicken und Pfad sowie Dateiname selbst wählen. Fertig ist das Panorama mit dem Microsoft Research Image Composite Editor! :-)

Beispiel - Windows Research Composite Editor Panorama

Beispiel – Windows Research Composite Editor Panorama

Panorama hochkant erstellen

Mit dem Image Composite Editor von Windows lassen sich kinderleicht hochkant Panoramafotos erstellen. Die Vorgehensweise ist die gleiche wie beim Querformat. Ihre Fotos müssen lediglich von oben nach unten (oder umgekehrt) aufgenommen sein.

Ich habe hier ein Beispiel erstellt. Aus drei Querformat-Bildern habe ich ein Hochkant-Panorama vom Burj Khalifa erstellt. Es ist natürlich etwas breiter als gewohnte Panoramabilder, das liegt jedoch an der verwendeten Anzahl an Einzelbildern. Bei vier Bildern wäre es wieder schmaler. Warum habe ich es nicht gleich hochkant fotografiert? Weil ich nicht die Möglichkeit hatte weiter entfernt vom Objekt zu stehen und es nicht auf ein Bild gepasst hat.

Burj Khalifa Panorama

Burj Khalifa Panorama

Hugin – Panorama Software

Hugin Panoramasoftware

Hugin Panoramasoftware

Die zweite kostenlose Software ist ein Open-Source Programm und nennt sich Hugin. (Link zum Download. Startet automatisch)

Das Programm hat eine deutsche Oberfläche und ist ähnlich leicht zu bedienen wie der Editor von Microsoft. Das Programm kommt jedoch mit zusätzlichen Funktionen zur Anpassung des Panoramas daher.

Schritt 1: Fotos aus auswählen und importieren

Die vorbereiteten Bilder in das Programm zu laden geht schnell und ohne Probleme. Diese müssen über die Schaltfläche „1. Bilder laden“ ausgewählt und geöffnet werden. Wahlweise funktioniert aber auch hier Drag&Drop der Bilder aus dem Explorer. Auch wenn dies nicht explizit erwähnt wird.

Das Programm erkennt bei Fotos mit hinterlegten Informationen automatisch die Brennweite und den Formfaktor. Diese Informationen werden bei allen halbwegs neueren Digicams automatisch ins Bild geschrieben. Beim Objektivtyp sollte „Gradlinig“ oder „Zylindrisch“ ausgewählt sein.

Schritt 2: Verarbeitung der Bilder

Weiter geht es mit der Verarbeitung der Fotos. Durch einen Klick auf „2. Ausrichten“ öffnet sich ein neues Fenster und es läuft eine Programmroutine nach und nach durch. Letztlich wird wiederum ein neues Fenster mit der „schnellen Panoramavorschau“ geöffnet, welches bereits ein zusammengefügtes Panorama enthalten sollte. Hier muss das Bild mit den Schiebereglern (rechts und unten) beschnitten werden, so dass alle schwarzen und grauen Ränder entfernt werden.

Hugin - Ausrichtung und Bearbeitung Panorama

Hugin – Ausrichtung und Bearbeitung Panorama

Schritt 3: Panorama speichern

Die Software sollte automatisch die beste Belichtung finden, damit keine unschönen Übergänge zu sehen sind. Das funktioniert bei Hugin entsprechend gut. Wem es nicht gefällt, der kann über den „EV“-Wert die Helligkeit verändern. Zu finden ist dieser mittig im Vorschaufenster.

Sind nun alle Einstellungen getan, geht es zurück in das Hauptfenster des Programm. Interesse können hier viele Informationen zum Panorama und den einzelnen Bilder finden. Beispielsweise wieviele Kontrollpunkte es gibt, ob Fehler vorliegen etc. Unter dem Reiter „Optimieren“ können die Bilder mit der Softwareinternen Einstellung verbessert werden. Dafür sehe ich jedoch keinen Grund und verkompliziert die Sache nur.

Beispiel - Hugin Panorama

Beispiel – Hugin Panorama

Zur Ausgabe des Panoramas auf „3. Erstellen des Panoramas“ klicken und den Speicherort auswählen. Die Datei wird zuerst in einer ungewohnten *.pto-Datei gespeichert. Umgehend danach geht jedoch ein weiteres Fenster auf, durch welchen das Panorama als *.tif gespeichert wird. Diese Datei sollte ohne Probleme mit der Windows-Vorschau etc. geöffnet werden können. Besser wäre jedoch das jpeg-Format zur weiteren Verarbeitung, zum Beispiel beim Upload der Fotodienste für eine Fotoleinwand etc.

Um ein Bild von tif in jpg/jpeg zu konvertieren eignet sich das bereits erwähnte Picasa wieder. Dazu das Panorama-Bild damit öffnen, ggf. noch Farbe, Schärfe etc. anpassen und speichern unter wählen. Nun sollte das Bild als jpg gespeichert sein und kann ohne Probleme bei allen Online-Fotodiensten verwendet werden.

The Panorama Factory

The Panorama Factory

The Panorama Factory

Die Software The Panorama Factory ist eine Testversion/Shareware und kann für 30 Tage kostenlos getestet werden. Wer das Programm anschließend weiter nutzen möchte, der muss es kaufen. Kommen wir gleich zur Anleitung für dieses Programm.

Schritt 1: Bilder importieren

Wie bereits bei den anderen beiden Programmen können die Bilder per Drag&Drop aus dem Explorer in das Programmfenster gezogen werden. Alternativ geht dies über die Schaltfläche „Importieren“. Die Bilder werden nun vom Programm überprüft und im Hauptfenster dargestellt. Zur Unterstützung bietet das Programm einen integrierten Assistenten mit verschiedenen Informationen und Tipps an.

Meine Hochkant-Fotos werden nun liegend angezeigt. Dies erkennt die Software also nicht automatisch und die Bilder müssen per Hand gedreht werden. Dazu bietet das Programm eine interne Funktion an. Die Bilder können einzeln oder alle zusammen 90° nach rechts gedreht werden.

Es ist darauf zu achten, dass die Bilder von links nach rechts in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Das Programm erkennt dies nicht automatisch.

Schritt 2: Bildbearbeitung, Kameraauswahl usw.

Im Gegensatz zu den Programmen von Hugin oder Microsoft gilt es bei The Panorama Factory noch einige Einstellung vorzunehmen. Da wären die „Auswahl der Heftart“, was mir persönlich leider nicht viel sagt, aber „Vollautomatisch“ sollte natürlich die schnellste und einfachste Variante sein.

Im nächsten Schritt muss die Kamera ausgewählt werden. Dazu steht eine Dropdown-Liste mit Kameratypen und -modellen zur Auswahl. Besitzer von Systemkameras werden hier leider nicht berücksichtigt.

Weiter geht es mit der Feinausrichtung, bei welcher die Helligkeit der Bild eingestellt werden kann, bevor es zum nächsten Schritt der Typ-Wahl geht. Wir wählen als Ausgabeformat „Bilddatei“ und „Teilpanorama“. Schön ist die Funktion 360° Panorama, falls wirklich eine komplette Runde mit Fotos erstellt wurde. „Sphärische Projektion“ können wir belassen.

Schritt 6 von 7 im Programmablauf ist die Ausgabe. Wir können uns für eine Aufbereitung als Druckbild oder Internetbild entscheiden. Die Druckdatei hat eine höhere Auflösung und ist daher meine Wahl. „Weiter“ geht es und das Programm fängt nun endlich an zu rechnen und die Bilder zu verarbeiten.

Im letzten Schritt gibt es eine Vorschau des Panoramafotos. Dieses kann nun direkt gespeichert oder über die Schaltfläche „weiter“ bearbeitet werden. Bei meinem Panorama gibt es eine Lücke, welche ich gerne rausschneiden würde. Trotz der eigentlich vorhanden Funktion ist es mir nicht gelungen das Bild zu trimmen. Damit muss ich das Bild zusätzlich mit einem weiteren Programm bearbeiten.

Beispiel - The Panorama Factory Panorama

Beispiel – The Panorama Factory Panorama

Eine weitere Überraschung gibt es bei der Speicherung des Bildes. Das Panorama enthält ein Wasserzeichen. Mittig des Bildes. Dies ist bei der Testversion immer der Fall. Um dies zu ändern, müsste das Programm gekauft werden. Leider hat mich die Leistung dahingehend nicht überzeugt.

Fazit Panoramaerstellung mittels kostenloser Software

Zwei von drei Programm haben richtig gute Arbeit geleistet und sind sehr einfach zu bedienen. In weniger als 5 Minuten ist das gewünschte Panorama für die Leinwand oder andere Gelegenheiten erstellt. Die Programme Microsoft Research Image Composite Editor und Hugin kann ich guten Gewissens empfehlen. Wobei ich wohl zur kostenlosen Software von Microsoft greifen würde, da diese auch bei Hochkantpanoramas keine Probleme hatte. Mit Hugin ist dies über experimentieren jedoch auch möglich. The Panorama Factory fällt bei mir in allen Belangen durch. Zu aufwändig, zu umständlich, schlechtes Ergebnis und Wasserzeichen in der Testversion verleiten nicht unbedingt zum Kauf.

3. Fotoausschnitt von vorhandenem Bild erstellen

Picasa - Creativ Kit

Picasa – Creativ Kit

Eine weitere Möglichkeit ein Panorama zu erstellen, ist die ein Ausschnitt eines Fotos mit Hilfe eines Programms zu erstellen. Durch diese Option kann aus einem eher uninteressanten Foto ein tolle Highlight werden.

In Picasa ist dies leicht realisierbar, indem das Foto geöffnet wird und anschließend über einen Doppelklick bearbeitet werden kann. Mit der Schaltfläche „In Creativ Kit bearbeiten“ ist dann das „Zuschneiden“ des Bildes möglich. Dazu einfach das Auswahlrechteck entsprechend platzieren und das Bild zuschneiden. Fertig ist das Panorama. :-)

Sie sollten hierbei jedoch beachtet, dass das Ausgangsfoto eine entsprechend große Auflösung besitzt, wenn das Panorama später in den Druck gegeben werden soll und eine Größe über 1 Meter eingeplant ist. Mindestens 14-16MP sind dann von Vorteil.

Nur mal ein paar Beispiel zu dieser Möglichkeit. Ihrer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Dieses Panorama hängt als Acrylglas in einer Größe von 125x50cm an meiner Wand. Und nun viel Spaß beim Erstellen des eigenen Panoramas.

Panorama erstellen - Foto zuschneiden

Panorama erstellen – Foto zuschneiden